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BBSW 23.05.10

Dritter Tagessieg und Abschied

Traditionell gibt die Wettbewerbsleitung am letzten Wertungstag Aufgaben aus, die mit geringerem Außenlanderisiko verbunden sind. Schließlich sollten alle Teams am Erbsensuppenessen um 20:00 h teilnehmen können. Aber es kam anders.

Wetterprophet Bernd kündigte wegen sinkenden Luftdrucks eine Durchlabilisierung des Konvektionsraums und damit gute Wolkenhermik an. Deshalb entschied sich Wettbewerbsleiter Gerd dazu, die Aufgabe des Vortags noch mit einem Kreis um Wershofen mit 35 km Radius um eine letzte Wende im Westen zu ergänzen.

Menschlich fand ich sehr schön, dass uns einige Piloten und Rückholer für den Tag den besten Erfolg und den Sieg wünschten.

Fast schon seltsam war es, bis kurz vor Montabaur den Flug vom Vortag nahezu kopieren zu können. Diesmal erreichten wir Dierdorf etwas knapper und waren für die MA von Alice sehr dankbar, die uns einen schwachen aber hilfreichen Aufwind anmalte. Alice selbst suchte dann noch eine bessere Alternative, die aber nicht funktionierte. Der bekannte Janus fuhr den Motor aus, Alice und Michael mussten dann mit zu viel Choke und abgesoffenem Motor auf einem Acker landen.

Auf dem weiteren Weg war das Wetter deutlich schlechter als am Vortag, so dass wir ein ganzes Stück vorsichtiger als am Vortag taktierten. Auf dem Rückweg hatten die Wettergötter die Thermik viel zu früh abgeschaltet, so dass der weitere Flugverlauf bei stiller Stimmung an Bord erfolgte.

Inzwischen wurde klar, dass auch bei heftigem Rechnen und Optimieren der Endanflug über die letzte Wende nicht mehr funktionieren würde. Gunter biss die Zähne zusammen, um trotzdem einen Versuch zu unternehmen. Also tauchten wir ab in Relief der Eifel. Folgerichtig wechselten wir auf die Luvseite einer wirklich sehr flachen Hangkante. Tatsächlich und fast in letzter Minute fand sich leichtes Steigen ein. Gunter fragte etwa alle gefühlte 8 Sekunden: Wie weit ist es noch? Leider stellten meine GPS-gestützten Antworten ihn nicht zufrieden.

Dann konnten wir den Kreis doch noch ankratzten und wendeten auf die Mönchsheide zu. Die lag in ziemlich flachem Winkel in der Ferne. Mit leicht verlängertem Hals reicht die Höhe tatsächlich noch für einen leicht beschleunigten Überflug.

In unserer Klasse hatten nur die ersten Drei die Aufgabe erfüllen können. Die 25 verzeichnete den dritten, diesmal sehr knappen Tagessieg für sich, damit schoben wir uns auf den zweiten Platz nach vorne. In allen Klassen gab es heftigen Rückholverkehr, der erst gegen 21:00 h abebbte.

Die Siegerehrung bescherte uns noch ein Zusatzbier, allerdings staute sich die Zusatzversorgung an Getränken inzwischen etwas in Gunters Wohnmobil. Mario und Dorothee hatten sich wieder eine tolle Überraschung zum Wettbewerb einfallen lassen. Diesmal gab es ein Theaterstück in sechs Akten unter reger Beteiligung des gesamten Publikums, das im Original auch am Broadway einige Jahre laufen könnte. Anschließend fielen sich auch erbitterte Gegner bei der Abschlussfeier in die Arme. Schön, dass auch Kaleu York einen Tag auf der Mönchsheide verbringen konnte.

Schmerzlich verlief verlief wieder einmal der Abschied. Fünf Wertungstage, drei Tagessiege, insgesamt ein zweiter Platz nähren bereits die Vorfreude auf die 25. BBSW im kommenden Jahr.

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