Aktuelles
Home
Startlisten
News
Forum
Verein
Flugzeugpark
Aktivitäten
Ausbildung
Schnupperkurs
Unterwegs
Links
Was zum Lesen
Presse
Galerie
Download
Kontakt
Impressum

BBSW 22.05.10

Hat Geschwindigkeit!

Auch nach dem späten Start wollten sich keine Wolken einstellen, so dass es vor der Abfluglinie zu heftigen Zusammenballungen von Flugzeugen aller drei Klassen gab. Kumulanten waren auf Kurslinie nach Hirzenhain zu erkennen, jedoch schien es, als wären diese fast 40 km entfernt. Bei einer inversionsbedingten Maximalhöhe von etwa 800 m war das gelobte Land auch für die ASH 25 nicht erreichbar.

Also tasteten wir uns sehr behutsam über den Rhein und fanden dort auch einen bereits kunststoffbelasteten Bart, in dem wir einige Kreise mitnahmen. Gunter sah dann eine deutliche Dunstkuppe in erreichbarer Entfernung, die schnell errreichbar war und gute 2 m/s lieferte. Gefolgt war uns niemand, so dass wir ersteinmal davon ausgingen, einen ersten guten Schritt gemacht zu haben. Oben konnten wir dann noch fast 100 m in einer Scherungswelle mit 2 m/s laminar aufpacken.

Weiter ging es über Dierdorf hinweg, die guten Aufwinde des Vortages machten aber wohl anderswo Urlaub. Vor Ailertchen wurden dann die Gedanken an eine Außenlandung ziemlich konkret. Über einer Baustelle für vermutlich etwa 10 neue Windanlagen fanden wir endlich wieder 1.5 m/s, die uns wieder an eine Fortsetzung des Fluges denken ließen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bis zu diesem Punkt lag immerhin knapp über 45 km/h.

Einige Kilometer weiter bildeten sich erste venünftig aussehende Quellungen. Allerdings zogen sie nicht nutzbar, obwohl wir das gesamte Wolkensystem kreuz und quer scannten. Dieses Erlebnis war bitter. Doch es half nichts, es musste weiter gehen.

Einige Minuten später allerdings hatten wir dann eine richtig gute Zone entdeckt, in der wir lange in gutem Steigen geradeaus weitergleiten konnten, wodurch die Aufgabengeschwindigkeit zunächst bis auf über 65 km/h anstieg. Am Ende dieser Zone flogen wir auf diesem Gegenwindschenkel den Sektor noch etwas aus und wendeten.

Auf Montabaur zu glitten wir weiter und nutzen wieder den begünstigten Bereich. Durch die Rückenwindkomponente blieben wir fast den gesamten Schenkel bei einer Geschwindigkeit über Grund von über 170 km/h.

Mit komfortabler Endanflughöhe schwenkten wir zur Mönchsheide ein. Allerdings wollte das tückische Lee am Südrand des Westerwaldes noch vermieden werden, während die Taskgeschwindigkeit sich allmählich jenseits der 90 km/h einpendelte.

Nach einem wunderschönen Überflug in der vorgeschriebenen Mindesthöhe von 100 m (Renate im Funk: ach, so eine 25 ist doch sehr schön!) ging es in die Platzrunde und zur unübertroffen eleganten Landung. Nach dem ersten Wertungstag hatten wir den zweiten Tagessieg erflogen, nun lagen wir auf Platz 3, nur einen Punkt hinter dem Zweiten und etwa 30 Punkte vom ersten Platz entfernt.

< Zurück   Weiter >